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Freitag, 07 November 2014 00:00

Was ist der Unterschied zwischen einem Computervirus und einem Wurm?

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Was ist der Unterschied zwischen einem Computervirus und einem Wurm? - 5.0 out of 5 based on 1 vote
Was ist der Unterschied zwischen einem Computervirus und einem Wurm? © Francisco Javier Gil - Fotolia.com
Computerviren gibt es bereits seit den 1990er Jahren, als das Internet rasant zu wachsen begann. Nun gibt es verschiedene Computerviren, manchmal spricht man auch von Troyanern und Würmern, doch worin liegt der Unterschied? Hier verrate ich es Dir!

Prinzipiell kann man sagen, dass das Wort Computervirus allgemein als Oberbegriff für sämtliche Schadsoftware steht, welche der Software und manchmal sogar der Hardware eines Computers schaden zufügen kann, wenn sie sich auf einem Computersystem installiert. Denn wenn man sich nicht so gut mit diesen Dingen auskennt, kann man zwischen einem Computervirus oder einem Wurm keinen Unterschied erkennen.
Doch hinter einem Computervirus und einem Computerwurm verbergen sich verschiedene Dinge. Der grundlegendste Unterschied ist der Verbreitungsweg. Ein Virus gelangt mit infizierter Software auf den Computer, welche man aus dem Internet herunterlädt, oder von einem USB-Stick sowie einer selbst gebrannten CD installiert. Ein Computervirus beginnt sein zerstörerisches Werk erst dann, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt, nämlich eine ausführbare Datei öffnet - z.B. beim Installieren eines neuen Programmes.
Ist eine Software mit einem Virus infiziert, so installiert sich mit der Ausführung der sogenannten ".exe"-Datei auch der Virus und führt das aus, wofür er programmiert wurde. Ein Virus verhält sich dabei wie ein Grippevirus beim Menschen, er kann andere Systeme "anstecken", so wie man sich bei einem Menschen, der an Grippe erkrankt ist, ebenfalls anstecken kann, wenn man mit ihm in Kontakt kommt. Im menschlichen Körper befällt ein Virus gesunde Zellen und macht diese krank, in einem Computer befällt ein Virus "gesunde" Dateien, wie ausführbare Programmdateien, Skripte, Dokumente die Makros  enthalten, und sogar wichtige Programme, die notwendig sind, um einen Rechner zu starten - sogenannte Bootsektoren.  Auch Dateianhänge an e-mails werden gern genutzt, um auf einem Rechner einen Virus einzuschleusen. Deshalb solltest Du niemals einen Dateianhang öffnen, wo Du nicht sicher bist, um was es sich handelt und von wem die email stammt. Viren sind passiv, sie warten also auf eine Chance, um sich verbreiten zu können.

firewallIm Gegensatz dazu sind Computerwürmer so programmiert, dass sie selbst tätig werden und ständig versuchen, Schwachstellen in Computersystemen zu finden, welche einem Netzwerk angehören. Solche Schwachstellen sind zum Beispiel fehlende oder sehr einfache Administratorpasswörter für Betriebssysteme, Sicherheitslücken in Anwenderprogrammen, wie Internetbrowsern und deren Erweiterungen, aber auch solche Schwachstellen, wenn man keine Sicherheitsprogramme wie eine Firewall verwendet. Ein Wurm hat dabei nur eine Chance in ein System einzudringen, wenn sich ein Computer in einem Netzwerk befindet, wie zum Beispiel mit einem lokalen Netzwerk über ein Netzwerkkabel oder per W-LAN oder mit dem Internet über ein Modem oder einen Router verbunden ist.

Hat ein Computerwurm erst einmal eine Möglichkeit gefunden, in ein Computersystem einzudringen, dann kann er sein zerstörerisches Werk beginnen. Die Auswirkungen sind dann ähnlich wie bei einem Virus, er kann Dateien vernichten, oder den ganzen Computer "zerstören". Oftmals dringen Würmer in das Bootsystem eines Rechners ein, sodass er bei einem Neustart nicht mehr funktioniert.

Es gibt aber noch viele weitere Formen von Schadsoftware, welche einem Computer oder dem Anwender selbst schaden. So gibt es schädliche Software, welche sich völlig unbemerkt installiert und für den Anwender keinerlei schädliche Auswirkungen erkennen lässt. Bei dieser Art von Schadsoftware handelt es sich um sogenannte "Trojaner". Diese Trojaner installieren sich in Dateien auf dem Computer und dienen meist dazu, um den Nutzer des Computers auszuspionieren. Diese Trojaner übermitteln nämlich zum Beispiel persönliche Daten wie Passwörter oder Kontodaten an denjenigen, der den Trojaner programmiert hat, also eine für den Trojaner bekannte Adresse. Dies funktioniert aber wiederum nur, wenn sich der Computer in einem Netzwerk befindet, zum Beispiel, wenn Du mit Deinem Computer das Internet nutzt.

Wie Du nun erkennen kannst, ist es überaus wichtig, dass Du Deinen Computer schützt, damit die Chance, dass sich ein Wurm oder Trojaner im System installieren kann, so klein wie möglich ist.

Illustration: © Edelweiss - Fotolia.com

Gelesen 1313 mal Letzte Änderung am Montag, 10 November 2014 09:14

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