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Donnerstag, 03 Mai 2018 15:32

Was ist Mikroklima?

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Was ist Mikroklima? Foto: Thammasiri Chusakcherdwong - 123RF

Hast Du den Begriff Mikroklima schon einmal gehört? Nein? Hier erkläre ich Dir, was Mikroklima ist und weitere Details dazu.

Als Klima bezeichnet man den Wetter- und Temperaturverlauf über einen längeren Zeitraum betrachtet. Wir in Deutschland haben gemäßigtes Klima mit relativ kalten Wintern und warmen Sommermonaten. Doch wir möchten ja wissen, was Mikroklima ist. Während das normale Klima (auch Makroklima genannt) für eine ganze große Region bestimmt wird, wird das Mikroklima, auch Kleinklima genannt, für einem räumlich sehr begrenzten Raum bestimmt. Mikro bedeutet klein oder winzig, daher gilt das Mikroklima in einem kleinen oder sehr kleinen Bereich. Je nachdem, in welchem Bereich Mikroklima auftritt, kann dieser Bereich mehrere Quadratkilometer groß sein oder weniger als einen Meter betragen.

Wo ist Mikroklima anzutreffen?

flaschengartenMikroklima tritt überall dort auf, wo durch äußere Faktoren das normale Klima beeinflusst wird. Ein gutes Beispiel sind Innenstädte, in denen viele Häuser stehen. Aufgrund dieser Häuser ändern sich Luftströmungen, der Wind wird gebremst und die Luft aufgrund von Abgasen oder von Heizungswärme aus den Häusern stärker erwärmt, als in der unbebauten Umgebung. Somit gibt es in jeder Stadt ein eigenes Mikroklima.
Doch Mikroklima ist auch in kleineren Räumen anzutreffen, z.B in einem Gewächshaus. Der Innenraum eines Gewächshauses wärmt sich bei Sonneneinstrahlung viel mehr auf, als die Umgebung, in welcher es steht. So besitzt ein Gewächshaus ein eigenes Mikroklima.
Doch es geht noch kleiner. Denn in einem Flaschengarten (Abb. rechts) herrscht ebenfalls ein ganz eigenes Mikroklima. Ein Flaschengarten ist ein verschlossenes Glasgefäß, in welchem verschiedenste Pflanzen wachsen können. Aufgrund der Gegebenheiten eines abgegrenzten Raumes ergeben sich ganz andere klimatische Bedingungen, als außerhalb dieses Bereiches.

Was bestimmt das Mikroklima?

Wie ich ja schon erwähnt habe, bestimmen u.a. Sonneneinstrahlung und Windverhältnisse das Klima. Wichtig für das Klima und somit auch für das Mikroklima ist die Feuchtigkeit im Boden und in der Luft. Im Mikroklima eines Flaschengartens ist die Luftfeuchtigkeit bedeutend höher, als außerhalb, aber in der direkten Umgebung. Luftströmungen, Temperatur und Feuchtigkeit im Boden und in der Luft sind die Hauptfaktoren, die das Mikroklima bestimmen.

Wem nutzt das Mikroklima?

Mikroklima kann verschiedenen Pflanzen nutzen, indem sie aufgrund wärmerer Temperaturen und einer höheren Boden- oder Luftfeuchte besser wachsen. Bewirkt Mikroklima kältere Temperaturen, dann kann das Pflanzen aber auch am Wachstum hindern. Herrscht aufgrund von geringerer Sonneneinstrahlung, z.B. hinter einer hohen Mauer, ein feuchteres Mikroklima, so können sich Algen und Moose besser entwickeln, was oftmals nicht gewünscht ist. Dauernde Feuchtigkeit schadet aber auch dem Mauerwerk, wodurch es schneller zerstört wird.

Mikroklima kann also nützen oder schaden, je nachdem ob es  z.B. für Lebewesen oder für Bauwerke Vorteile oder Nachteile bringt.

Flaschengarten: Von Anne-Lise Heinrichs - https://www.flickr.com/photos/snigl3t/414712990/, lizensiert nach CC BY 2.0 via commons.wikimedia.org

Gelesen 139 mal Letzte Änderung am Samstag, 09 Juni 2018 09:01

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