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Donnerstag, 29 Juni 2017 10:14

Warum bilden sich manchmal Blasen, wenn es regnet?

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Blasen auf einer Pfütze Blasen auf einer Pfütze © Heinz Benaczek, lizensiert unter CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Wenn es stark regnet, dann bilden sich manchmal Blasen in Pfützen oder auf Seen und Teichen. Doch warum regnet es manchmal Blasen?

Naja, Blasen regnet es nicht wirklich, denn eine Blase entsteht erst, wenn ein Regentropfen auf eine Wasseroberfläche fällt. Doch Blasen bilden sich nicht immer! Denn ein Regentropfen lässt eine Blase nur entstehen,  wenn dieser besonders groß ist. Meine Oma sagt immer, wenn es Blasen regnet, dann regnet es besonders lange. Ist da vielleicht etwas dran?

Blasen in einer Pfütze entstehen nur bei großen Wassertropfen

Damit sich in einer Pfütze oder auf einem See Blasen bilden, wenn es regnet, muss es richtig stark regnen. Denn nur große Wassertropfen haben so viel Energie, damit eine Blase entstehen kann. Allerdings sagen Blasen auf einer Pfütze nichts über die Dauer des Regengusses aus oder ob es besonders viel regnen wird. Auch ein starker und kurzer Schauer kann Blasen auf Pfützen und Seen entstehen lassen. Und wenn es nur so leicht aber andauernd vor sich regnet, bilden sich keine Blasen, weil die Regentropfen einfach zu klein sind.

Warum bilden große Regentropfen Blasen?

kleiner wasserkraterWenn ein Regentropfen in die Pfütze fällt, dann verdrängt dieser beim Aufprall auf die Wasseroberfläche durch seine eigene Masse eine bestimmte Menge Wasser. Dieses verdrängte Wasser entweicht nach oben, sodass ein kleiner 'Einschlagkrater' entsteht (Abb. rechts). Das verdrängte Wasser wird also seitlich und nach oben hin am einschlagenden Wassertropfen vorbei in die Luft geschleudert. Der Tropfen selbst drückt dabei eine Mulde in die glatte Wasseroberfläche.

Ist nun der Regentropfen groß und schwer genug, dann verdrängt er entsprechend viel Wasser. Durch den Aufprall des Regentropfens bekommt das verdrängte Wasser vom Regentropfen Bewegungsenergie übertragen. Diese Energie bestimmt die Höhe und auch die Richtung, in welche das Wasser spritzt. Erst wird das verdrängte Wasser nach oben angehoben und dann zum Mittelpunkt des Einschlagkraters gelenkt. Die Folge ist, dass das meiste Wasser genau in der Mitte, wo vorher der Regentropfen eingeschlagen ist, zusammentrifft.  Weil dabei Luft eingeschlossen wird, kann eine Blase entstehen. Bei großen Tropfen ist es mehr Wasser, was nach oben spritzt. Viel Wasser kann eine größere Menge Luft umschließen, sodass sich große Blasen bilden können.

In Pfützen oder Seen vorhandene Schmutzteilchen begünstigen den Vorgang der Blasenbildung. Ist das Wasser besonders verschmutzt, dann können sich die Blasen auf Pfützen längere Zeit halten, bevor sie dann zerplatzen.

Foto Wasserkrater: Daniel G. Höck - Freiburg im Breisgau

Gelesen 889 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 29 Juni 2017 11:54

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