WAS?
WIESO?
WARUM?
WESHALB?

a

g

r

F

H

L

F

O

!

Mittwoch, 03 Januar 2018 13:59

Wer war Wilhelm II.?

geschrieben von
Hier kannst Du den Artikel bewerten
(0 Stimmen)
Kaiser Wilhelm II. auf einem Gemälde von 1890 Kaiser Wilhelm II. auf einem Gemälde von 1890

Es gibt viele Persönlichkeiten, welche die Geschichte durch ihr Handeln entscheidend beeinflussten. Solch eine Person war auch Wilhelm der Zweite (Wilhelm II.)

Auch in Deutschland gab es einmal einen Kaiser, welcher mit seinen Entscheidungen die Politik wesentlich beeinflusste. Der letzte deutsche Kaiser war Wilhelm II. Er wurde 1859 geboren und starb im Jahre 1941. Von seinen 82 Lebensjahren regierte er 30 Jahre lang Deutschland als Kaiser. Das war in der Zeit von 1888 bis 1918.

Wie kam Wilhelm II. an die Macht?

Der erste deutsche Kaiser war Wilhelm I., welcher der Großvater von Wilhelm II. war. In einer Monarche ist es üblich, dass die Regierungsgeschäfte als Kaiser oder König immer an den erstgeborenen männlichen Nachfolger weitervererbt werden, wenn Vater oder Großvater sterben. So war es auch damals im deutschen Kaiserreich.

Bis zum Jahre 1888 war Wilhelm I. deutscher Kaiser. Allerdings starb er in diesem Jahr und die Erbfolge sah als Nachfolger dessen Sohn Friedrich III. vor.  Allerdings starb Friedrich III. nur 99 Tage nach seinem Amtsantritt als 2. deutscher Kaiser. Die Erbfolge sah nun den Sohn Friedrich III., Wilhelm II., als neuen Kaiser vor. Somit wurde Wilhelm II. mit nur 29 Jahren im Jahre 1888 der 3. deutsche Kaiser. Da im Jahre 1888 drei Kaiser an der Macht waren, wird das Jahr 1888 als sogenanntes "Drei-Kaiser-Jahr" bezeichnet.

Was bewirkte Wilhelm II.?

Der deutsche Kaiser hatte durch sein Amt sehr viel politische Macht, ähnlich des heutigen Kanzlers oder der Kanzlerin. Während sein Großvater Wilhelm der 1. und sein Vater Friedrich der 3. um eine nach außen neutrale Politik bemüht waren, zeigte Wilhelm II. seine Macht und rüstete das Militär auf. Mit diesem Handeln wollte er die politische Macht Deutschlands in Europa als Großmacht festigen. Doch damit provozierte er andere mächtige Staaten wie Russland, England oder Frankreich. Die neutrale Politik unter der Regierung seinen Großvaters sorgten in den Jahren davor dafür, dass in Europa lange Zeit Frieden herrschte. Wilhelm II. entließ im Jahre 1890 den bisherigen Reichkanzler Otto von Bismarck, weil dieser die provozierende Politik des neuen Kaisers nicht unterstützte.
Neben der Aufrüstung des deutschen Militärs und der Marine stellte er auch Kolonialansprüche an fremde Länder, vor allem in Afrika. Was eine Kolonie ist, erfährst Du hier in diesem Artikel.

Mit seiner provozierenden und machtbesessenen Politik verspielte Wilhelm II. bald das gute Verhältnis des deutschen Kaiserreichs zu Russland und zu England. Das ohnehin angespannte Verhältnis zum Nachbarland Frankreich wurde noch angespannter.
So kam es , wie es kommen musste, denn im Jahre 1914 kam es unter seiner Regierung zum Ersten Weltkrieg. Doch während des Krieges wurde die Machtposition Wilhelm II. nicht etwa gefestigt, sondern er verlor an Macht und Einfluss. Viele Soldaten mussten in schweren Kämpfen ihr Leben lassen. Die Unzufriedenheit der Bevölkerung sorgte für eine immer größer werdende Unbeliebtheit des deutschen Kaisers Wilhelm II. Kurz nach Ende des Krieges, am 9. November 1918, trat Wilhelm II. offiziell als deutscher Kaiser zurück und floh danach ins Ausland in die Niederlande. Mit diesem Tag war auch die Monarchie, so wie ein von einem Kaiser oder einem König regiertes Land genannt wird, in Deutschland beendet.

Gelesen 248 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 11 Januar 2018 17:14
Mehr in dieser Kategorie: « Wer war Martin Luther? Wer war Caesar? »

Schreibe einen Kommentar

Du hast eine Anregung oder eine Ergänzung zu dieser Antwort? Dann hinterlasse sie hier! Bitte keine Fake-Kommentare - Danke!