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Montag, 29 August 2016 15:11

Was sind Zeitzonen?

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Die Zeitzonen der Erde Die Zeitzonen der Erde Grafik: TimeZonesBoy (US Central Intelligence Agency) [Public domain], via Wikimedia Commons

Auf unserer Erde gibt es, wie ihr vielleicht bereits wisst, viele unterschiedliche Zeitzonen. Doch was sind Zeitzonen und wofür sind diese da?

Für viele Jahrhunderte war es so, dass an jedem Ort der Erde eine unterschiedliche Uhrzeit festgelegt war. Immer dann, wenn mittags die Sonne am höchsten am Himmel stand, war 12 Uhr mittags. Doch unsere Erde dreht sich 1 Mal am Tag um sich selbst, sodass die Sonne zum Beispiel in Berlin etwa eine Stunde eher ihren höchsten Stand am Himmel erreicht, als zum Beispiel in London. London liegt auf unserer Erdkugel weiter westlich als Berlin.
Die fortschreitende Entwicklung der Industrie im 19. Jahrhundert brachte auch den Ausbau von Eisenbahnstrecken zwischen den Städten mit sich. Plötzlich erreichten die Menschen weit entfernte Orte in viel kürzerer Zeit, als jemals zuvor.
Dieser Fortschritt brachte aber ein Problem mit der Uhrzeit mit sich, denn die Eisenbahn folgte Fahrplänen. Deshalb musste für jeden Zielort die dort geltende Zeit berücksichtigt werden, was ein riesengroßer Aufwand war. 
Der erste Versuch das Problem zu lösen, war die Einführung einer Standardzeit für die begrenzte Region einer Bahnstrecke, auf welcher ein Zug verkehrte.
Da aber das Streckennetz der Züge immer größer wurde, entstanden neue Probleme und die Fahrpläne wurden immer komplizierter.
Um dieses Problem zu beheben, wurde in vielen Ländern die Zeit der Hauptstadt des Landes zur Standardzeit erklärt. So galt zum Beispiel in ganz Preußen die Zeit Berlins, in ganz Bayern hingegen die aktuelle Uhrzeit von München. Da die Eisenbahnstrecken jedoch nicht mit den Staatsgrenzen endeten, ergaben sich auch hier wiederum neue Probleme.

Viele Wissenschaftler schlugen deshalb die Einführung einer "Universalzeit" vor - an jedem Ort der Erde sollte die gleiche Uhrzeit herrschen. Da das jedoch zur Folge gehabt hätte, dass nur in einem begrenzten Bereich der Erde genau um 12:00 Uhr der höchste Sonnenstand war und auf vielen Orten der Erde die Mittagszeit praktisch in die Nacht gefallen wäre, wurde dieser Vorschlag rasch verworfen.

Zeitzonen - die zündende Idee für eine einheitliche Uhrzeit

Im späten 19. Jahrhundert hatte ein Mitarbeiter der Kanadischen Pazifikbahn eine bahnbrechende Idee: er berücksichtigte die Tatsache, dass die Erde 24 Stunden für eine Drehung um die eigene Achse benötigt. Wie ihr wisst, dreht sich die Erde nicht nur um die Sonne, sondern auch um ihre eigene Achse.
Daraus ergeben sich unsere Tage (für eine Drehung um die eigene Achse benötigt die Erde etwa einen Tag oder 24 Stunden).
Da die Erde bereits mit einem gedachten Netz aus Breiten- und Längengraden eingeteilt war, konnte er dieses Netzwerk, auch Meridiane der Erde genannt, für seine Idee nutzen.

Wie viele Zeitzonen gibt es?

Unser Globus wurde bereits im 16. Jahrhundert in 180 Breitengrade und in 360 Längengrade eingeteilt. Längengrade sind gedachte Linien, die vom Nordpol bis zum Südpol reichen. Der Mitarbeiter der Kanadischen Pazifikbahn erkannte, dass die Sonne innerhalb einer Stunde 15 dieser Längengrade durchschreitet. Diese 15 Längengrade fasste er zu jeweils einer Zeitzone zusammen. Das bedeutet, dass ein Bereich auf der Erde, welcher innerhalb von diesen 15 Längengraden liegt, immer die gleiche Uhrzeit hat. Liegt ein Ort etwas außerhalb dieser 15 Längengrade einer Zeitzone, so gilt dort die Uhrzeit der nächsten Zeitzone. Somit ist es dort 1 Stunde früher oder eine Stunde später. Sein System wurde ab dem Jahre 1881 in ganz Nordamerika verwendet.
Die Erde wurde also in 24 Zeitzonen eingeteilt: 360 Längengrade : 15 Breitengrade = 24 Zeitzonen.

Mit der Meridiankonferenz von 1883 wurde der Nullmeridian, der durch den Londoner Ort Greenwich verläuft, zum Ausgangspunkt aller 24 Zeitzonen der Erde gemacht. Durch Greenwich verläuft der Längengrad "Null". Die Greenwich Mean Time wurde so zur Westeuropäischen Standardzeit (kurz WEZ genannt). Deutschland befindet sich in der Mitteleuropäischen Zeitzone, die der WEZ eine Stunde hinzufügt.
In Deutschland gilt also überall die gleiche Uhrzeit. Allerdings gibt es Länder auf der Erde, die so groß sind, dass dort unterschiedliche Zeiten gelten. Das ist zum Beispiel in Kanada so. Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde und hat eine Ost-West- Ausdehnung von etwa 5500 Kilometern. In Kanada gelten demnach 6 unterschiedliche Zeitzonen, je nachdem, wo man sich befindet.

Ein interessantes Video zu den Zeitzonen kannst Du Dir hier ansehen:

Gelesen 2171 mal Letzte Änderung am Montag, 29 August 2016 11:30

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