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Dienstag, 13 September 2016 09:53

Werden die Menschen immer gewalttätiger?

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Gewalt im Mittelalter Gewalt im Mittelalter von Scan by NYPL, via Wikimedia Commons

Wer von Euch regelmäßig die Nachrichten verfolgt, der fühlt sich sicher oft erschlagen von Meldungen über Terroranschläge, Kriege und Naturkatastrophen. Man könnte den Eindruck haben, dass die Welt immer brutaler wird und die Menschheit Spaß daran hat, sich gegenseitig auszulöschen. Doch werden Menschen tatsächlich immer gewalttätiger?

Der erste Eindruck verstärkt dieses Gefühl. Denn beinahe täglich erreichen uns neue Meldungen von grauenhaften Verbrechen irgendwo in der Welt. Längst ist der Terror auch für uns kein weit entferntes Problem mehr, denn nach den Attentaten zum Beispiel in Frankreich ist auch Deutschland mittlerweile davon betroffen. Trotzdem leben wir in einer der friedlichsten Zeiten der Menschheitsgeschichte. Der Eindruck der zunehmenden Gewalt entsteht, da wir in den letzten Jahrzehnten das Glück hatten, in einer sehr friedlichen Zeit leben zu dürfen.

Gewalt ist ein ständiger Begleiter der Menschheit

Wer einen Blick auf unsere gesamte Geschichte wirft, wird erkennen, dass Gewalt ein ständiger Begleiter der Menschen war. Von Stammeskriegen in der Antike, den Kreuzzügen im Mittelalter bis hin zu den großen internationalen Kriegen des 19. Und 20. Jahrhunderts.
Bezogen auf die Gesamtbevölkerung der Erde war zu früheren Zeiten ein größerer Anteil davon von Gewalt betroffen. Laut dem Forscher Steven Pinker fand die gewalttätigste Zeit der Menschheitsgeschichte im 8. Jahrhundert in China statt, als bei einem Aufstand unter General An Lushan ca. 36 Millionen Menschen den Tod fanden. Bezogen auf die heutige Weltbevölkerung von über 7 Milliarden Menschen (im 8. Jahrhundert lag diese schätzungsweise zwischen 200 und 300 Millionen), würde dies eine Opferzahl von etwa 840 Millionen Menschen bedeuten, was etwa 12% der Gesamtbevölkerung entspricht.

Eine Waffe zu tragen war normal

Früher war es normal, dass Menschen mit Waffen durch die Straßen gingen, um sich jederzeit verteidigen zu können. Heutzutage hingegen hat der Mensch seine Bewaffnung abgelegt und der Frieden hat den Krieg als eine für uns normale Situation abgelöst.
Ein wichtiger Wegbereiter für diesen Wandel ist die sogenannte Aufklärung im 18. Jahrhundert.
Zu dieser Zeit wurde die Vernunft zu einem der obersten Ideale der Menschheit, nach und nach setzte sich seither die Demokratie durch und die Menschen lebten friedlicher zusammen als zuvor.
Zudem hat sich die Einstellung gegenüber der Gewalt geändert. Während Gewalt früher zum Leben dazugehörte, ist sie heute ein Problem, das es zu lösen gilt.

Doch weshalb haben wir trotzdem den Eindruck, dass Gewalt irgendwie alltäglich wird? Das liegt unter anderem daran, dass unsere Welt vernetzter und somit irgendwie "kleiner" wird. Durch das Internet, das Fernsehen und die damit verbundenen Nachrichtenportale und sozialen Netzwerke verbreiten sich Nachrichten aus aller Welt in einem rasanten Tempo.
Dies hat jedoch auch den Nachteil, dass viele Medungen praktisch ungeprüft verbreitet werden. Dadurch werden auch Falschmeldungen rasend schnell verbreitet.

Wie Du siehst, ist Gewalt und Terror schon immer ein Begleiter der Menschheit gewesen und wird es wohl auch immer bleiben. Wir können nur versuchen, friedlich miteinander umzugehen und gegen Gewalt in jeder Form zu verurteilen und dagegen vorzugehen.
 

Gelesen 363 mal Letzte Änderung am Dienstag, 13 September 2016 11:25

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